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Nachruf

 

Walter Plattner, geboren am
2. November 1929
gestorben am
12. März 2005

 

 

 

 

Am 2. November 1929 wurde Walter Plattner als ältester Sohn der Eheleute Walter und Klara Plattner in Schaffhausen geboren. Dort verbrachte er zusammen mit seinen Eltern und seinem jüngeren Bruder Eugen die Jugendzeit. Er besuchte die Primar- und Realschule in Schaffhausen. Im Alter von 16 Jahren verlor er seinen Vater. Als Jugendlicher erkrankte er an Asthma, deshalb wurde ihm nahe gelegt, einen Beruf an der frischen Luft zu wählen. Nach der Schulzeit erlernte er seinen Wunschberuf.

Am 11. Dezember 1945 trat er bei der Basler Rheinschiffahrts AG, Basel, seine Lehre als Schiffsjunge auf dem MS «Freiburg», unter der Führung von Kapitän Franz Joseph Streuber, an. Seine erste Anstellung als Matrose bekam er dann am 10. Juli 1948 auf der MS «Lällekönig» unter Kapitän Karl Fuchs. Durch seine Zielstrebigkeit erreichte er schon im Alter von 23 Jahren sein erstes grosses Ziel. Am 4. November 1952 erhielt er sein Kapitänspatent von Basel bis Rotterdam. Durch die Arbeiten an der Höherlegung des Rheinflussbettes am so genannten Huttinger Loch (Rh.km 181,2 – 180,5) lernte er in Istein seine Frau Helga kennen. Die beiden heirateten 1951 und bekamen 5 Kinder und später 9 Enkel. Nach der Hochzeit wechselte er zur Basler Personenschifffahrt. Er erweiterte seine beruflichen Fähigkeiten durch den Erwerb des Radarschiffer-Patents am 10. Februar 1967.

1969 tauschte er den Haspel mit dem Schreibtisch bei der BRAGTANK AG. Zu seinen neuen Aufgaben als Personalchef des fahrenden Personals gehörte auch die Havariesachbearbeitung. Ausserdem erteilte er praktischen Unterricht an der Schifferschule Basel. Seine eigene Weiterbildung war ihm auch zu dieser Zeit wichtig und er ergänzte diese noch mit dem Radiotelefonistenausweis für den Rheinfunkdienst. Bis zu seiner Pensionierung übte er seinen Beruf mit viel Freude und Engagement aus. Auch später war er immer noch an der Schifffahrt interessiert. Ein besonderes Vergnügen bereitete ihm eine Ferienfahrt auf einem Hausboot, auf dem er seine Familie kreuz und quer über die Mecklenburgische Seenplatte schipperte. Für seine Familie war er immer der Mittelpunkt und besorgt darum, mit Rat und vor allem Tat zu helfen. 2001 durfte er mit seiner Frau das Fest der Goldenen Hochzeit feiern.

Sein grosses Hobby war ein Stück Reben, das er nach dem Tod seines Schwiegervaters bis zum vergangenen Herbst mit sehr viel Freude bearbeitet hat.
Im November 2004 konnte er noch seinen 75. Geburtstag feiern. Kurze Zeit später erkrankte er schwer. Trotz grosser Hoffnung und Zuversicht versagte am vergangenen Samstag, 12. März 2005, in den frühen Morgenstunden sein Herz.

Im Namen der Familie, deine Tochter Brigitte.

Walter Plattner ist kurz nach der Gründung dem Schifferverein Basel-Kleinhüningen beigetreten. Wie aus dem Lebenslauf zu entnehmen ist, war Walter mit Leib und Seele Rheinschiffer. So war es für ihn auch selbstverständlich, dem Verein beizutreten um damit seine Zugehörigkeit zu Gleichgesinnten zu bezeugen und mitzuhelfen, die gesetzten Ziele des Vereins zu unterstützen. Viele von uns kannten Walter aus seiner beruflichen Tätigkeit. Er bleibt uns in Erinnerung als geselliger und liebenswerter Kamerad.

Im Namen der Vereinskameraden spreche ich den Angehörigen unser herzliches Beileid aus. Walter hinterlässt bei seiner Familie und seinen Freunden eine Lücke, die sich nicht mehr schliessen lässt. Wir werden ihn in guter Erinnerung behalten und verabschieden uns von Walter mit dem schiffischen Gruss:

In Gottes Namen, gute Fahrt.

Albert Fritz