Nachruf
Sepp Rossi Geboren am
15. Februar 1923
gestorben am
30. Januar 2003
Im Jahr 1939 begann Sepp als einer der ersten Schweizer Schiffsjungen bei der damaligen Schweizerischen Reederei AG auf dem Schulschiff Leventina im Kurs I, seine Rheinschifferlaufbahn.
Dort absolvierte Sepp die viermonatige Grundausbildung zum Matrosen. Anschliessend wurde er bis zu seinem Lehrabschluss auf verschiedenen Schiffen der SR eingesetzt. Sepp fuhr auch während des Krieges, bis die Schifffahrt im Jahr 1944 aus Sicherheitsgründen eingestellt wurde, weiter auf dem Rhein. Daraufhin wurde er, zusammen mit seinen Berufskollegen, in Waldenburg auf dem Spittelhof zur Weiterbildung und zur Landarbeit eingesetzt. Nach Beendigung des Krieges 1945, fuhr Sepp wieder auf verschiedenen Schiffen der SR. Ein grosser Teil seiner Tätigkeit als Rheinschiffer fiel in die Glanzzeiten der Schweizerischen Schleppschifffahrt, und so hatte Sepp in dieser Zeit, auf verschiedenen Schleppbooten, den angesehenen Posten des Steuermannes inne. Ende der Vierzigerjahre wurde er dann zum Schiffsführer befördert. Im Jahre 1950, beim Beginn des Birsfelder Kraftwerk- und Schleusenbaues, wechselte Sepp zur Kraftwerk AG in Birsfelden. Dort arbeitete er zuerst auf einem Schwimmkran, und nach Fertigstellung der Schleuse Birsfelden wurde er als erster Schleusenwart angestellt. Er blieb der Kraftwerk AG bis zu seiner Pensionierung treu. Im Ruhestand konnte man Sepp oft bei seinen Einkaufstouren bei der Migros oder im Dorf antreffen. Bei diesen Gelegenheiten hatte Sepp immer Zeit für einen kurzen Schwatz. Sepp war eines der Gründungsmitglieder des Schiffervereins Basel-Kleinhüningen. An unseren verschiedenen Hafenfesten hatte Sepp uns immer tatkräftig unterstützt. Er war kein Mann von grossen Worten, aber immer zur Stelle, wenn man ihn brauchte.
Nach kurzer Krankheit hat Sepp uns zwei Wochen vor seinem achtzigsten Geburtstag für immer verlassen.
Im Namen seiner Vereinskollegen und Kolleginnen spreche ich hiermit seinen Angehörigen unser herzlichstes Beileid aus. Wir werden Sepp mit seiner zufriedenen, ruhigen Art sehr vermissen und ihn immer in guter Erinnerung behalten.
Lieber Sepp, du hast fast dein ganzes Leben am Wasser verbracht. Nun wünschen dir deine Kameraden Gute Fahrt auf deiner letzten Reise.
Albert Fritz.